<br />
<b>Deprecated</b>:  Array and string offset access syntax with curly braces is deprecated in <b>/home/morgenla/public_html/wp-content/plugins/count-per-day/counter-core.php</b> on line <b>1517</b><br />
{"id":2909,"date":"2020-02-04T19:09:17","date_gmt":"2020-02-04T19:09:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/?p=2909"},"modified":"2020-02-17T21:45:00","modified_gmt":"2020-02-17T21:45:00","slug":"die-religion-der-nazarener-und-der-islam","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/?p=2909","title":{"rendered":"Die Religion der Nazarener und der Islam"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/DSC08764.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2912\" src=\"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/DSC08764.jpg\" alt=\"\" width=\"2328\" height=\"1472\" srcset=\"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/DSC08764.jpg 2328w, http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/DSC08764-300x190.jpg 300w, http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/DSC08764-1024x647.jpg 1024w, http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/DSC08764-768x486.jpg 768w, http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/DSC08764-1536x971.jpg 1536w, http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/DSC08764-2048x1295.jpg 2048w, http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/DSC08764-474x300.jpg 474w\" sizes=\"(max-width: 2328px) 100vw, 2328px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Authentische Dokumentation \u00fcber den Messias und die Nazarener\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum interessiert sich im Abendland niemand f\u00fcr die Frage, wie denn Jesus lebte, wie er dachte, was er a\u00df, was seine Bed\u00fcrfnisse waren und vor welchen Problemen er stand. Weder seine Mutter, noch seine Apostel werden erw\u00e4hnt, nicht in Zeitungsartikeln noch in Beitr\u00e4gen sonstiger Medien noch in irgendwelchen Diskussionen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist das Thema altmodisch geworden? Man geht ja auch nicht mehr zur Kirche. Oder gibt es einfach kein Ohr mehr, das hinh\u00f6rt, wenn die Apostel so dargestellt werden, als seien sie Helden und Superm\u00e4nner aber keine Menschen? Oder wirken all die kirchlichen Predigten eher irreal und absto\u00dfend?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist eigentlich schade, denn es w\u00e4re doch interessant \u00fcber das Leben des Messias genau so informiert zu sein wie zum Beispiel \u00fcber C\u00e4sar oder Augustus. \u00dcber die beiden haben wir genaueste Kenntnis durch verschiedene Quellen, die ihr Leben dokumentieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Und dabei gibt es andere Quellen als das neue Testament, die uns die fehlenden Informationen \u00fcber den Messias, die Apostel oder generell \u00fcber die Nazarener geben k\u00f6nnten: apokryphe Evangelien und Apostelgeschichten, Ketzerkataloge, die Pseudoklementinen, die historischen Schriften des Flavius Josephus, die Briefe des Ignatius\u2026 Die Liste ist lang. W\u00e4re es also nicht ein interessantes Unterfangen \u00fcber das Leben des Messias oder der Apostel genauestens zu dokumentieren? Wie lebten sie? Welche Freuden hatten sie? Welche Probleme hatten sie? Wer waren Familienangeh\u00f6rige? Was geh\u00f6rte zu ihrem Alltag? Was glaubten sie? Und was genau geh\u00f6rte zu ihren rituellen Vorschriften?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber wir m\u00fcssen darauf gefasst sein, dass wir Widerspr\u00fcche zur christlichen Darstellung der Ereignisse bekommen. Denn was wir wollen, ist authentische Geschichte, wir wollen keinesfalls christlichen Dogmatismus untermauern.<\/p>\n<p><strong>Bedeutung des Begriffes \u201eNazarener\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Problem beginnt schon mit der Erkl\u00e4rung des Begriffes \u201eNazarener\u201c. Nach christlichem Verst\u00e4ndnis stamme der Name von der Stadt Nazareth. Christen assimilieren den Namen und Titel des Messias, \u201eJesus der Nazarener\u201c<em>,<\/em> mit \u201eJesus von Nazareth\u201c. Tats\u00e4chlich ist aber der Name \u201eNazareth\u201c f\u00fcr die Ansiedlung fr\u00fchestens ab dem dritten Jahrhundert best\u00e4tigt.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Deshalb kann man davon ausgehen, dass die Stadt ihren Namen von den Nazarenern ableitet, die in Galil\u00e4a zu Hause waren, aber nicht umgekehrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Grunde geh\u00f6rt das Wort \u201eNazarener\u201c der semitischen Sprachfamilie an und bedeutet \u201ederjenige, der hilft\/unterst\u00fctzt\/festh\u00e4lt<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><em><sup><strong>[2]<\/strong><\/sup><\/em><\/a><em>\u201c<\/em>. In der Tat nannten sich \u201eNazarener\u201c diejenigen, die zur Gemeinde des Messias Jesus geh\u00f6rten. Die Apostel waren die ersten gewesen, die diesen Namen trugen, weil sie dem Messias in seiner Mission und gegen seine Widersacher halfen und beistanden. <em>Als <\/em>[n\u00e4mlich]<em> Jesus unter seinem Volk ihren Unglauben wahrnahm, sprach er: \u201eWer sind meine Helfer <\/em>[auf dem Weg hin]<em> zu Allah?\u201c Da sagten die Apostel: \u201eWir sind Allahs Helfer<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup><strong>[3]<\/strong><\/sup><\/a>.<\/em> <em>Wir glauben an Allah, und bezeuge, dass wir (Ihm) ergebene Muslime sind!\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup><strong>[4]<\/strong><\/sup><\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Au\u00dferbiblische Literatur bezeugt, dass Nazarener nicht mit Christen identisch waren.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch in christlichen au\u00dferbiblischen Schriften findet sich der Begriff Nazarener: in einigen Schriften des Hieronymus, in Epiphanius von Salamis <em>\u201e<\/em>Panarion<em>\u201c<\/em><a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><em><sup><strong>[5]<\/strong><\/sup><\/em><\/a> und in Eusebius von Caesareas \u201eKirchengeschichte\u201c. Diesen drei Informanten zufolge glaubten die Nazarener an die Einzigartigkeit Gottes, an die Jungfrauengeburt, an die Wiederauferstehung der Toten, und sie best\u00e4tigten Jesus den Sohn der Maria als den Messias. Sie befolgten einen strikten Monotheismus, hielten sich an das Gesetz des Moses, heiligten den Sabbat und lasen ihre Heiligen Schriften in Hebr\u00e4isch. Das Dogma der Trinit\u00e4t war ihnen fremd. Und dann lesen wir im <em>Katalog des Epiphanius<\/em> etwas ganz Besonderes, n\u00e4mlich dass die Nazarener nicht mit Christen identisch waren. Er schrieb, dass sie (die Nazarener) \u201esich&#8230; von Christen dadurch unterscheiden, dass sie sich noch strikt an das Gesetz hielten wie Beschneidung, Sabbat\u201c usw<em>.<\/em><a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Selbst nach der Bibel waren Christen und Nazarener<\/strong> <strong>verfeindete Parteien.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass Nazarener und Christen<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> der apostolischen Zeit zwei Bezeichnungen f\u00fcr eine und dieselbe Religionsgemeinschaft gewesen waren, ist recht fragw\u00fcrdig. Das best\u00e4tigt sich auch besonders, wenn man die biblischen Paulusbriefe mit den apostolischen Briefen vergleicht. Sie decken tats\u00e4chlich auf, dass Nazarener<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> und Christen<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> zwei gegnerische Gemeinden bildeten. Diese Briefe waren nichts anderes als Wortduelle zwischen den Parteien: zwischen den Aposteln, als Vertretern der Nazarener, und Paulus, dem Vorsteher einer kleinen Sekte, die \u201eChristen\u201c genannt wurde. Nehmen wir zum Beispiel den Satz des Paulus: <em>\u201eWeil wir aber erkannt haben, dass der Mensch nicht durch Werke des Gesetzes gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus\u201c<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><sup><strong>[10]<\/strong><\/sup><\/a> <\/em>und vergleichen ihn mit der Antwort des Apostel Jakobus: <em>\u201eWillst du also einsehen, du unvern\u00fcnftiger Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist? Denn wie der K\u00f6rper ohne den Geist tot ist, so ist auch der Glaube tot ohne Werke.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><em><sup><strong>[11]<\/strong><\/sup><\/em><\/a> Diese beiden Aussagen weisen nicht etwa geringe Unstimmigkeiten auf, sie schlie\u00dfen sich schlichtweg gegenseitig aus. Deshalb k\u00f6nnen sie nicht von derselben Geisteshaltung herr\u00fchren.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>Paulus entkoppelte die weltlichen Angelegenheiten von der Religion<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen dieser Kontroverse ist auch ein ganz bestimmter Punkt zu nennen, der viele Jahre sp\u00e4ter verheerende Auswirkungen hatte. Paulus von Tarsus verbat den Christen sich weltliches Wissen anzueignen. Er schrieb an die Korinther: <em>\u201eEs hei\u00dft n\u00e4mlich in der Schrift: Ich lasse die Weisheit der Weisen vergehen und die Klugheit der Klugen verschwinden\u2026 Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt f\u00fcr Torheit erkl\u00e4rt?<sup>\u201c<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><strong>[13]<\/strong><\/a><\/sup><\/em> Und er schrieb an die Galater: <em>\u201edamit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch Werke des Gesetzes wird niemand gerecht.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> Damit koppelte er weltliche Angelegenheiten von religi\u00f6sen ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Christen der folgenden Generationen, wie der Apostelgeschichtsschreiber Lukas, verh\u00fcllten und besch\u00f6nigten diese Konfrontationen. Dadurch haben sie uns nun ein verzerrtes Bild \u00fcber die damaligen Geschehnisse hinterlassen. Aber in den Gemeinden, die in den folgenden Jahrhunderten den Nazarenern nahestanden, setzte sich das feindschaftliche Bild gegen Paulus durch.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Christentum nach der Lehre des Paulus besa\u00df alle Voraussetzungen, um in ein dunkles Mittelalter zu verfallen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Christentum, das sich aus der Lehre des Paulus von Tarsus entwickelte, stimmte daher weder mit der Lehre der Apostel noch mit der Lehre des Messias \u00fcberein. Die Verneinung aller gesetzlichen Verpflichtungen durch Paulus hatte zur Folge, dass Christen den vom Messias geforderten frommen Handlungen, wie zum Beispiel Tischsatzungen, Behandlung der Kranken usw. nicht mehr gezielt nachgingen. Das hatte auch zur Folge, dass sie mit nichts, was die materielle Welt betrifft, zu tun haben wollten. Einrichtungen wie Bibliotheken und Akademien aus der Zeit des griechischen Heidentums wurden geschlossen, teilweise auch verbrannt. Zahlreiche Werke mit unsch\u00e4tzbarem Wert f\u00fcr die Wissenschaften, insbesondere f\u00fcr die Medizin, wurden am Ende der Antike vom aufstrebenden Christentum vernichtet. Ebendieses Christentum \u00fcbernahm zielstrebend die Herrschaft in einer Zeit, die wir heute <em>dunkles Mittelalter<\/em> nennen.<\/p>\n<p><strong>Entfremdung vom Ursprung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die weitere Evolution des Christentums w\u00e4hrend des Mittelalters bis zum heutigen Tag hat dar\u00fcber hinaus bewirkt, dass diese Religion sich stets weiter von ihrem Ursprung entfremdet hat. So nahmen sie zahlreiche Elemente aus heidnischen Religionen auf. Das Dogma der Dreifaltigkeit entnahmen sie der r\u00f6misch-griechischen Mythologie<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>, die Auferstehungsgeschichte und das Osterfest dem r\u00f6misch-keltischen Heidentum<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> und das Weihnachtsfest dem heidnischen iranisch-r\u00f6mischen Sonnenkult, in dessen Zentrum die Gottheit <em>Mithra<\/em><a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> stand. Die Heiligenverehrung \u00fcbernahm das katholische Christentum aus den hellenistischen Heroenkulten<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> und die Marienverehrung f\u00fchrten sie ein, um den Kulten der heidnischen G\u00f6ttern <em>Kybele<\/em> und <em>Isis<\/em> etwas entgegen zu setzen.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> Das Papsttum wurde im vierten Jahrhundert eingef\u00fchrt, als es darum ging die Position des r\u00f6mischen Bischofs hervorzuheben und den Katholizismus im Gegensatz zum Arianismus zu st\u00e4rken<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was also den christlichen Glauben und die \u00e4u\u00dfere Erscheinung des Christentums betrifft, so sind beide nichts anderes als aus dem antiken Heidentum \u00fcbernommene Vorstellungen, und das bis zur heutigen Zeit. Auf keinen Fall gibt die christliche Religion jedoch das wieder, was der Messias Jesus seinen Mitmenschen vermittelt hatte.<\/p>\n<p><strong>Die Lehre des Messias nach islamischer Quelle<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie also ist es dann m\u00f6glich, die Lehre des Messias wiederzuerlangen? Dazu br\u00e4uchte man das Evangelium, das er predigte. Diese Heilige Schrift ist aber verschollen. Eine M\u00f6glichkeit, seine Lehre wiederherzustellen, \u00f6ffnet sich jedoch, wenn man die Worte des ber\u00fchmten Gelehrten, Hans Joachim SCHOEPS (1909-1980) liest: \u201eUnd somit ergibt sich als Paradox wahrhaft weltgeschichtlichen Ausma\u00dfes die Tatsache, dass das Judenchristentum<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> zwar in der christlichen Kirche untergegangen ist, aber im Islam sich konserviert hat und in einigen seiner treibenden Impulse bis in unsere Tage hinein reicht.\u201c<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\"><em><sup><strong>[23]<\/strong><\/sup><\/em><\/a> In seinem Werk, \u201eTheologie und Geschichte des Judenchristentums\u201c, hat H.-J. Schoeps die wesentlichen Z\u00fcge herausgearbeitet und zusammengetragen, die das Nazarenertum so sehr charakterisierten. Viele dieser Eigenschaften liegen heute der islamischen Religion zugrunde.<\/p>\n<p><strong>Glaube und Leben der Nazarener<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Lehre ihres Glaubens zeichneten die Nazarener sich dadurch aus, dass sie in Jesus einen normalen Menschen, also einen Menschensohn und keinen Gottessohn sahen. Sie sahen in ihm einen Propheten, den erwarteten Messias, einen Diener Gottes<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\"><sup>[24]<\/sup><\/a>, dessen Besonderheit darin liegt, dass er von Gott erw\u00e4hlt worden war. Sie vertraten einen strikten Monotheismus, verneinten den Gottessohn-Titel f\u00fcr Jesus<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\"><sup>[25]<\/sup><\/a> und sahen den k\u00fcnftigen Tod des Messias im Zusammenhang mit seinem zweiten Kommen. F\u00fcr sie war Jesus lebend in den Himmel gefahren, was einen Glauben an den Kreuzestod ausschlie\u00dft. Die Nazarener, die auch die Bezeichnung <em>Ebioniten<\/em> (die Armen) trugen, sahen die Ereignisse ohne Allegorie. Das Abendmahl zum Beispiel war f\u00fcr sie schlicht und einfach ein gemeinsames Brotbrechen. Sie hatten keine Christologie, sie kannten keine Eucharistie und auch keinen S\u00fchnetod.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Nazarener hatten ein ausgepr\u00e4gtes Gesetzesverst\u00e4ndnis,<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\"><sup>[26]<\/sup><\/a> sie beachteten die Sabbatgesetze,<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\"><sup>[27]<\/sup><\/a> bef\u00fcrworteten Beschneidung, befolgten strikte Tischsatzungen, nach denen sie Schweinefleisch und Verendetes mieden, und verboten Unzucht und Ehebruch. Sie befolgten einige Kulthandlungen, dazu geh\u00f6rten rituelle Waschungen<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\"><sup>[28]<\/sup><\/a> und Gebete mit einer <em>Qibla<\/em><a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\"><sup>[29]<\/sup><\/a> (Gebetsausrichtung) nach Jerusalem, das Fasten des <em>Aschura<\/em>-Tages, eine Fastenzeit und Wallfahrt zur Heiligen Stadt Jerusalem.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Nazarenertum und Islam sind zwei auf den Ursprung ausgerichtete Religionen, die gegenseitig voneinander zeugen. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von kleinen Unterschieden abgesehen in ihrer Art zu leben und ihre Religion zu praktizieren, die sich durch die unterschiedlichen zeitlichen Umst\u00e4nde ergeben, stimmen die Glaubensfragen und ideologischen Grunds\u00e4tze der beiden Religionen \u2013 des Nazarenertums und des Islam \u2013 miteinander \u00fcberein. Schlie\u00dflich haben die Nazarener als Verfechter einer islam\u00e4hnlichen Religion sich selbst Muslime genannt.<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\"><sup>[30]<\/sup><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Lehre des Islam ist diese Tatsache auch nichts Besonderes. Denn der Islam betrachtet all die von Gott Gesandten und Propheten als wahrhaftig und erkl\u00e4rt die ihnen offenbarten Heiligen Schriften f\u00fcr authentisch. Ihre Religion war eine und dieselbe, und ihre Lehren befinden sich auf einer klaren Linie. Erst nachdem die Propheten ihren Mitmenschen die Religion vollst\u00e4ndig vorgetragen hatten, kamen Abweichungen auf.<a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\"><sup>[31]<\/sup><\/a> So war einst das Judentum entstanden und nach ihm das Christentum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese fundamental ausgerichteten Nazarener hatten es aber mit der Zeit immer schwerer als integrale Religionsgemeinschaft bestehen zu bleiben. In der Tat waren sie in den Jahrhunderten, die der apostolischen Zeit folgten, st\u00e4ndig der Bedrohung ausgesetzt, vom christlich-katholischen Hauptstrom absorbiert und somit vollst\u00e4ndig aufgel\u00f6st zu werden. Und das hatte zur Folge, dass sie selbst bis zum siebenten Jahrhundert Konzessionen in Glaubens- und Kultfragen machen mussten und deshalb ebenso begannen, sich von der Religion des Messias zu entfernen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es mag erstaunlich klingen, aber ab dem siebenten Jahrhundert konnte schlie\u00dflich dieser Prozess der Zwangskonvertierung der Nazarener zum Katholizismus dadurch aufgehalten werden, weil die Muslime die Kontrolle in diesen L\u00e4ndern \u00fcbernommen und ihnen Religionsfreiheit zugesagt hatten. Viele Nazarener erkannten im Islam die Fortf\u00fchrung ihrer eigenen Religion und im Propheten Muhammad den vom Messias vorhergesagten Endzeitpropheten<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\"><sup>[32]<\/sup><\/a>und konvertierten deshalb zum Islam.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Im vorchristlichen Zeitalter ist kein Dorf mit dem Namen Nazareth in Galil\u00e4a bekannt, und in den ersten beiden Jahrhunderten unserer Zeitrechnung auch nicht. Der Zeitzeuge Flavius Josephus, der bis ins Detail seine Heimat Galil\u00e4a beschreibt, deutet in keiner Weise auf ein Dorf mit diesem Namen hin. Der Name Nazareth wird erst sp\u00e4ter dem Dorf gegeben, weil die Nazarener dort zu Hause gewesen waren. Aus dem 3. Jh. nach Christus gibt es dann erstmals diesen Namen in einem Schreiben von Sextus Julius Africanus und in einer Namensliste, die in Caesarea gefunden wurde.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> <span style=\"font-size: 8pt;\">Im Arabischen stammt das Wort von folgender Wurzel ab: <strong>\u0646 \u0635 \u0631<\/strong>.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Nasara = Nazarener.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Der Heilige Koran, 3, 52.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a>Auch wenn Epiphanius nicht viel f\u00fcr die Nazarener\u00fcbrig hat und sie zu den H\u00e4retikern z\u00e4hlt, k\u00f6nnen wir doch auch seinem Ketzerkatalog wertvolle Details \u00fcber diese Gemeinde entnehmen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> EPIPHANIUS, <em>Panarion,<\/em> 29, 7, 4.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Christen folgten dem Paulus und werden auch Heidenchristen genannt, da sie dem griechisch-sprachigen Heidentum nahestanden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> In Apg. 6, 14 wird der Messias Jesus \u201eNazarener\u201c genannt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> In Apg. 11, 26 wird berichtet, dass der Begriff \u201eChristen\u201c zum ersten Mal in Antiochien um das Jahr 48 n. Chr. auftaucht. Der Messias Jesus war also kein Christ und kannte den Begriff auch nicht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a>N. T., Brief an die Galater, 2, 20.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> N. T., Brief des Jakobus, 2,20 und 26.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> W\u00e4hrend seiner ersten <em>Missionsreise<\/em> brachte Paulus neue Elemente aus heidnischen Kulten in die Religion des Messias ein, sowohl in Glaubensfragen als auch in der Gesetzeseinhaltung. Deshalb entstand ein Streit zwischen ihm und den Aposteln, der in Jerusalem und Antiochien ausgefochten wurde. Siehe Neues Testament, Apg. 15,1-5; Apg. 15, 39; Galater, 2, 11-13.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a>N. T.,1 Korintherbrief, 3, 19.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a>N. T., Brief an die Galater, 2 16.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Einen interessanten Hinweis auf diese fr\u00fche Unstimmigkeit zwischen den Gemeinden liefert uns Epiphanius von Salamis (320-402), der in seinem <em>Panarion <\/em>(Ketzerkatalog) die Gemeinde der judenchristlichen <em>Ebioniten<\/em> (die Armen) als Nachfolger der Nazarener beschreibt. (siehe: <em>The Panarion of Epiphanius of Salamis, <\/em>Book I (Sects 1-46), Translated by WILLIAMS, Frank; E.J. Brill, Leiden, 1987, Seiten 132\/133, \u00a7 16,8.) Epiphanius zufolge sahen die Ebioniten in Paulus von Tarsus einen griechischen Heiden, der zum Judentum konvertiert hatte, um eine Israelitin zu heiraten. Da sie nicht einwilligte, r\u00e4chte er sich am Judentum und bek\u00e4mpfte das j\u00fcdische Gesetz. Deshalb gr\u00fcndete er eine neue Religion, das Christentum.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a>Adolf von HARNACK, <em>Lehrbuch der Dogmengeschichte<\/em>, Freiburg, 1893,Seiten 177 ff und 194 ff.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a>Siehe: N. STENING, <em>Wunderbare Geschichten aus dem Islam<\/em>, Kapitel 4: \u201eEntwicklung eines Gedenktages: Aschura-Passah-Ostern\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a>Kirchengeschichte als Missionsgeschichte, Band 1, Die Alte Kirche, H. D\u00d6RRIE, <em>Die Solar-Theologie in der kaiserlichen Antike,<\/em> Kaiser Verlag, M\u00fcnchen, 1974, Seite 292.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a>Kirchengeschichte als Missionsgeschichte, Band 1, Die Alte Kirche, T. KLAUSER, <em>Der Festkalender der Alten Kirche<\/em>, Kaiser Verlag, M\u00fcnchen, 1974, Seite 381.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a>T. KLAUSER, <em>Der Festkalender der Alten Kirche<\/em>, ebda., Seite 382.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a>Otto J.B. von CORVIN-WIERSBITZKI, <em>Historische Denkmale des Christlichen Fanatismus<\/em>, Leipzig, 1843, Seiten 135 ff.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Mit \u201eJudenchristentum\u201c ist allgemein das Nazarenertum gemeint, das im Gegensatz zum \u201eHeidenchristentum\u201c (= Christentum) steht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> SCHOEPS, H.J. (Professor f\u00fcr Religions- und Geistesgeschichte an der Universit\u00e4t Erlangen), <em>Theologie und Geschichte des Judenchristentums,<\/em> Verlag J.C.B. Mohr, 1949,T\u00fcbingen, S. 342.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Siehe auch: BOUSSET, W., <em>Kyrios Christos, Geschichte des Christusglaubens von den Anf\u00e4ngen des Christentums bis Irenaeus,<\/em> G\u00f6ttingen, 1921, Seite 57: \u201eNun aber sichern diese beiden Beobachtungen, dass der Terminus \u03c0\u03b1\u03b9\u03c2\u03b4\u03b5\u03bf\u03c5 (Diener Gottes)\u2026 einen festen Platz hat, und dass er sich andererseits als judenchristlich nachweisen l\u00e4sst, dem Titel ein sehr hohes Alter. Ja es muss mit der M\u00f6glichkeit gerechnet werden, dass sich die Bezeichnung Jesu als des\u2026Gottesknechtes\u2026auf die \u00e4lteste Gemeinde zur\u00fcckf\u00fchren lasse. Von hier aus w\u00fcrde sich dann ein neues Bedenken gegen das Alter des Titel \u201eGottessohnes\u201c erheben. Denn es l\u00e4sst sich nicht leugnen, dass die beiden Bezeichnungen in einer eigent\u00fcmlichen Spannung miteinander stehen und kaum in demselben Milieu entstanden sein k\u00f6nnen.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> SCHOEPS, H.J..<em>Theologie und Geschichte des Judenchristentums<\/em><strong>,<\/strong> Verlag J.C.B. Mohr, 1949,T\u00fcbingen, Seite 74: Was den Glauben der Nazarener betrifft, so waren sie Gegner \u201ejedes Vergottungspr\u00e4dikates von Jesus\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> SCHOEPS, H.J. ebda., 3. Kap. \u201eDas Gesetzesverst\u00e4ndnis der Judenchristen\u201c, Seiten 117ff.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> SCHOEPS, H.J. ebda., Seite 139.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> SCHOEPS, H.J. ebda., \u201eKapitel \u00fcber <em>Tahara-<\/em>Vorschriften\u201c, Seiten 202ff.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a><em>Qibla<\/em> ist im arabischen Gebrauch die Gebetsausrichtung nach Mekka. Als anverwandte Sprache kannte das Hebr\u00e4ische dasselbe Wort mit derselben Bedeutung, n\u00e4mlich das Aufstellen der Betenden in eine gewisse Richtung, und die war zu jener Zeit Jerusalem. Siehe: SCHOEPS, H.J., ebda., Seite 141.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> Der Heilige Koran, 3, 52.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> Der Heilige Koran, 98, 4-6.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> Der Heilige Koran, 61, 6 \/ 48, 29. Siehe auch Neues Testament, Ev. n. Joh. 14, 16 und 26.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Authentische Dokumentation \u00fcber den Messias und die Nazarener\u00a0 Warum interessiert sich im Abendland niemand f\u00fcr die Frage, wie denn Jesus lebte, wie er dachte, was er a\u00df, was seine Bed\u00fcrfnisse waren und vor welchen Problemen er stand. Weder seine Mutter, &hellip; <a href=\"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/?p=2909\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[34],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2909"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2909"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2909\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2921,"href":"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2909\/revisions\/2921"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2909"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2909"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2909"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}