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{"id":3189,"date":"2021-01-08T20:22:06","date_gmt":"2021-01-08T20:22:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.morgenland-abendland.com\/?p=3189"},"modified":"2021-01-08T20:32:36","modified_gmt":"2021-01-08T20:32:36","slug":"neues-buch-beseitigt-missverstandnisse-zum-thema-der-stellung-der-wissenschaft-im-islam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.morgenland-abendland.com\/?p=3189","title":{"rendered":"Neues Buch beseitigt Missverst\u00e4ndnisse zum Thema der Stellung der Wissenschaft im Islam"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Von Mohammad Yousuf<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dr. Mohammad Aslam Parvaiz ist ein bekannter indischer Gelehrter mit Fachkenntnissen zum Thema Islam und Wissenschaft. Er ver\u00f6ffentlichte k\u00fcrzlich ein Buch mit dem englischen Titel \u201cThe Scientific Muslim: Understanding Islam in a New Light\u201d (Der wissenschaftliche Muslim: Islam in einem neuen Licht verstehen). Da es zum Thema Wissenschaft und Islam heute leider immer noch viele negative Wahrnehmungen, Missverst\u00e4ndnisse und Stereotypen gibt, betont Dr. Parvaiz in diesem Buch, dass der Koran in der Tat einen immensen Schwerpunkt auf wissenschaftliche Erkenntnisse legt.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu seiner akademischen Laufbahn sei gesagt, dass Dr. Parvaiz im Fach Pflanzenphysiologie an der Aligarh Muslim Universit\u00e4t promovierte. Heute ist er Leiter der Islamischen Stiftung f\u00fcr Wissenschaft und Umwelt in New Delhi. Er ist ferner als Wissenschaftskommunikator t\u00e4tig und hat f\u00fcnf B\u00fccher und mehr als 350 popul\u00e4rwissenschaftliche Aufzeichnungen verfasst. Er ist ehemaliger Vizekanzler der Maulana Azad National Urdu Universit\u00e4t im indischen Hyderabad und hat k\u00fcrzlich ein Koranzentrum in Neu-Delhi gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eins der gro\u00dfen Probleme, dem Dr. Parvaiz besondere Aufmerksamkeit beimisst, ist der allgemeine Mangel an wissenschaftlicher Neigung unter Muslimen der heutigen Zeit. Ihm zufolge verdienen die Fragen, ob dieser Mangel schon immer bestanden habe und ob gar die islamische Lehre an diesem Dilemma Schuld habe, eine eingehende Analyse. Aber, so f\u00e4hrt er fort, wenn es wirklich die islamische Lehre w\u00e4re, die dem muslimischen Geist keine wissenschaftliche Neigung verleihe, wie k\u00f6nnen wir dann die wissenschaftlichen und technologischen Durchbr\u00fcche muslimischer Wissenschaftler zwischen dem siebten und zw\u00f6lften Jahrhundert erkl\u00e4ren? Jene Arbeiten legten zudem noch die Grundlagen der zeitgen\u00f6ssischen Wissenschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er betont durch diese rhetorische Frage seine Stellung, die er mit Zitaten ber\u00fchmter Wissenschaftshistoriker untermauert. George Sarton habe zum Beispiel in seinem Buch \u201eThe History of Science\u201c bedenkenlos zugestimmt, dass, der Zeitraum vom siebten bis zw\u00f6lften Jahrhundert von Namen muslimischer Wissenschaftler \u00fcberschwemmt war. W\u00fcrden wir diesen Zeitraum in 50-j\u00e4hrige Zeitspannen unterteilen, k\u00f6nnten wir jeder dieser Zeitspannen einen bedeutenden Gelehrten zuschreiben.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Der Sozialanthropologe Robert Briffault sei sogar so weit gegangen zu sagen: \u201c<em>Vor dem Aufkommen des Islam gab es kaum eine Wissenschaft<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ferner weist Dr. Parvaiz darauf hin, dass es Muslime waren, die dem Fach Medizin den Status einer Wissenschaft verliehen haben, sie w\u00fcrdigten und f\u00f6rderten. Er schreibt: &#8220;<em>Medizin war vor dem Islam mehr Magie als Medizin<\/em>.&#8221;<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Einer der gr\u00f6\u00dften Schritte war die Einf\u00fchrung von Experimenten durch muslimische Gelehrte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In \u201eThe Scientific Muslim: Understanding Islam in a New Light\u201c unterstreicht Dr. Pervaiz, dass der Durst nach Wissen unter den Muslimen vom Heiligen Koran und der Prophet Allahs entfacht wurde. Die geschichtlich belegten Bem\u00fchungen der ergebenen Gef\u00e4hrten des Propheten Mohammad und der leidenschaftlichen Anh\u00e4nger des Korans seien ein klarer und eindeutiger Beweis daf\u00fcr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Zeit zwischen dem siebten und dem vierzehnten Jahrhundert war ohne Zweifel die islamische Welt mit Wissen erleuchtet, w\u00e4hrend Europa in den Kerkern der Unwissenheit und des Aberglaubens gefangen war. Eine interessante Studie wurde vom amerikanischen Wissenschaftshistoriker Charles Coulston Gillispie durchgef\u00fchrt, der eine Liste von 132 Wissenschaftlern erstellt hat, die in den ersten sieben Jahrhunderten einen wissenschaftlichen Beitrag geleistet und den Grundstein f\u00fcr eine wissenschaftliche Revolution der Gegenwart gelegt haben. 105 (90 %) dieser Wissenschaftler stammten aus der islamischen Welt und nur 10 aus Europa. Die meisten von ihnen erhielten ihre Ausbildung an den Universit\u00e4ten des muslimischen Spaniens (Cordova, Granada usw.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch der Osten des islamischen Weltreichs war hochentwickelt. Bagdad war das Zentrum der wissenschaftlichen Welt. In der Mutanabbi-Stra\u00dfe gab es zum Beispiel mehr als 200 Buchhandlungen, in denen es einen breitgef\u00e4cherten Bestand gab, vom Heiligen Koran bis zu B\u00fcchern \u00fcber Astronomie, Medizin, Mathematik, Chemie usw. Viele Menschen hatten pers\u00f6nliche Bibliotheken. Es fanden auch immer wieder wissenschaftliche Treffen statt. Und im Lichte dieser neuen Entdeckungen konnten das Verst\u00e4ndnis und die Exegese des Heiligen Korans verfeinert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber was geschah vom 14. Jahrhundert bis zum heutigen Tag? Wie kam es dazu, dass die Sicht der Muslime gegen\u00fcber Wissen und Lernen sich dramatisch ver\u00e4ndert hat? Diese Zeit wurde ein stummes Zeugnis daf\u00fcr, dass die Muslime von der Wissenschaft abbrachen und in die Tiefen der Unwissenheit, des falschen Glaubens und des Polytheismus eintauchten, w\u00e4hrend Europa mit der muslimischen Fackel des Wissens beleuchtet wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zahlreiche Anzeichen belegen diese Entwicklung. Zum Beispiel ist in einer im 20. Jahrhundert angefertigten Liste der ersten 25 L\u00e4nder, in denen die meisten wissenschaftlichen Zeitschriften und Journale ver\u00f6ffentlicht wurden, kein einziges islamisches Land aufgef\u00fchrt. Ferner war 1996 der Anteil muslimischer Schriftsteller auf der ganzen Welt nicht einmal einer. Schlie\u00dflich findet man kaum Werke ber\u00fchmter islamischer Gelehrter wie al-Razi, Jabir ibn Hayyan und Al-Kindi weder in Bibliotheken moderner muslimischer Institutionen, noch in Buchhandlungen noch in einer pers\u00f6nlichen Bibliothek.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abschlie\u00dfend bezieht sich Dr. Pervaiz auf einen weiteren ber\u00fchmten Islamwissenschaftler Indiens, den verstorbenen Syed Abul Hasan Ali Hasani Nadwi, der beklagt, es sei einer der ironischsten und ungl\u00fccklichsten Wendepunkte in der Geschichte, dass Muslime, die enorme Beitr\u00e4ge in der wissenschaftlichen Welt geleistet haben, ihre sorgf\u00e4ltigen Forschungen und wissenschaftlichen Arbeiten vergessen haben und Opfer der Nachahmung und traditionellen Denkweise geworden sind. Deshalb haben sie den Halt verloren und sind in den Bereichen Wissenschaft und Technologie weit hinter dem Westen zur\u00fcckgeblieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Mohammad Yousuf Dr. Mohammad Aslam Parvaiz ist ein bekannter indischer Gelehrter mit Fachkenntnissen zum Thema Islam und Wissenschaft. 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